Kein leichtes Nebeneinander zu einem Wohngebiet mit hohen Ansprüchen an Lebensqualität

Gewerbe im Umfeld von Wohngebieten hat keinen leichten Stand. Was noch vor dreißig, vierzig Jahren keinerlei Probleme heraufbeschwor, lässt in jüngerer Vergangenheit nicht unberührt. Einerseits der gestiegene Anspruch auf Lebensqualität im unmittelbaren wohnlichen Umfeld, andererseits die beständige Ausdehnung der Wohnzonen machen es gerade Betrieben, die über Generationen ihren angestammten Platz im Orts- oder Städtebild haben, heute ungleich schwerer. Und nicht selten wird der Ruf laut nach Umsiedlung in ein Gewerbegebiet.
Aktuelle Beispiele gibt es durchaus auch in St.Vith und Umgebung, so etwa das Sägewerk Pauels in Wiesenbach, der Sägereibetrieb Hoffmann in Atzerath oder auch die Betriebe Savimetall und Beldem in der unteren Prümer Straße in St.Vith. Leider lässt sich nicht allerorts eine ähnliche passende Lösung finden wie für das Unternehmen Baustoffe Maraite an der Aachener Straße in St.Vith, das zwischenzeitlich in die Gewerbezone am „Steinerberg“ in Hünningen/Rodt umgesiedelt wurde.
Den mitunter recht lauten und hartnäckigen Klagen der Nachbarn des ehemaligen Molkereikomplexes in St.Vith hat sich der heutige Betreiber Beldem SA in all den Jahren immer wieder offen und bereitwillig gestellt. Wenngleich bis dato nicht jede Kritik ausgeräumt werden konnte, so hat das Unternehmen dennoch beständig in die Verbesserung der Anlagen investiert, um den Klagen entschlossen entgegenzuwirken.
Das stark exportorientierte im Nahrungsmittelsektor tätige Unternehmen der Puratos-Gruppe ist in St.Vith auf die Herstellung von Backwarenzusätzen spezialisiert (besonders in den Bereichen Sauerteig, Mehlverbesserer und Flüssigeipuder) und beschäftigt hier rund zwanzig Personen. Beldem SA mietet seit der Umstrukturierung der Milchwirtschaft in der belgischen Eifel die frühere St.Vither Molkerei von ihrem neuen Besitzer, der Milch-Union Hocheifel (MUH)/Pronsfeld (D), an. Und nicht zu vergessen! Ein Teil des Gebäudekomplexes wird von der St.Vither MISA Fruchtkonserven AG genutzt. Weshalb denn auch nicht außer Acht gelassen werden sollte, dass nicht alle Probleme von Beldem SA herrühren. In unschöner Erinnerung ist etwa ein Zwischenfall von 1999 geblieben, als die Kläranlage der ehemaligen Molkerei durch Fruchtsaft-Rückstände der MISA AG regelrecht kippte und der Werrelsbach in Richtung Wiesenbach-Camping erheblich verschmutzt wurde. Seitdem aber die MISA-Abwässer der Biogasanlage in Recht zugeführt werden, hat es hier keinerlei Probleme mehr gegeben.
Störfälle in der Produktion von Beldem SA wurden zwischenzeitlich aber immer mal wieder registriert, so vorrangig mit der betriebseigenen Kläranlage, ferner zeitweise akute Geruchsbelästigung durch die Hefeproduktion oder auch der punktuelle Austritt von Amoniak nach einem Leck in einem Kühlraum. Bereits Ende der neunziger Jahre hatte Beldem SA bei zwei baulich-technischen Maßnahmen rund 3,5 Millionen Franken in die Verbesserung der Klärvorrichtungen investiert. Immerhin war und ist das Unternehmen angesichts der hohen Auslastung der Klärstation der AIDE in St.Vith/Wiesenbach auf die betriebseigene Anlage angewiesen, die aber durchaus geeignet scheint für die Entsorgung der anfallenden Abwässer. Und seither sind die Aufwendungen in die Verbesserung der umwelttechnische Qualitätssicherung nicht abgerissen.
Auch kam das Unternehmen - auf Betreiben des damaligen Umweltschöffen Lorenz Paasch - der Auflage der Stadt nach, in einem Begleitausschuss mit Vertretern der Anliegern und des Kollegiums anfallende Probleme zu erörtern und vor allem zu beheben. Dennoch: Es war und ist kein leichtes Neben- und Miteinander, dass die Firma Beldem SA in der vormaligen Molkerei mit seiner unmittelbaren Nachbarschaft pflegt.
Eine neuerliche öffentliche Diskussion um die Tätigkeit der Firma Beldem SA und vor allem um die Belastung von Umwelt und Lebensqualität löste die Erneuerung der Betriebsgenehmigung aus. Zur Erinnerung: Die im Jahre 2006 ausgelaufene Betriebsgenehmigung des Molkereikomplexes war im Jahre 1991 der damaligen Molkereigenossenschaft Büllingen-St.Vith erteilt und im Jahre 1991 an die Frimond sprl und im Jahre 2000 an die Firma Beldem SA übertragen worden. Immerhin gingen im Vorfeld des Antrags auf Verlängerung bei der Stadt 22 schriftliche Einsprüche ein, „weshalb wir nach objektiven Kriterien keine andere Wahl hatten, als uns gegen eine Verlängerung der Betriebs- und Umweltgenehmigung auszusprechen“, so damals Lorenz Paasch zur Entscheidung des Kollegiums auf seiner Sitzung im September 2006.
Die Stadt stellte sich damals übrigens auch gegen das positive Gutachten der Umweltpolizei der Wallonischen Region, da die darin aufgelisteten Auflagen an das Unternehmen nicht zu kontrollieren seien respektive in der Realität nicht auf ihre Umsetzung überprüft würden. Allerdings wussten die politischen Verantwortungsträger im Rathaus durchaus, dass der Standort St.Vith für das Unternehmen wegen der in der Molkerei verfügbaren Trockenanlage sehr wichtig ist.
Letztlich wurde dem Unternehmen dann im Januar 2007 doch die Verlängerung der Betriebsgenehmigung zugestanden. Dass Minister Benoît Lutgen die Entscheidung des St.Vither Kollegiums kippte, kam angesichts der positiven Gutachten im Vorfeld nicht ganz unerwartet. Aktuell verfügt die Firma Beldem SA im früheren Molkereikomplex in St.Vith somit über eine gültige Betriebsgenehmigung bis zum Jahre 2021.
Dennoch negierte der wallonische Umweltminister keineswegs die von der Stadt - als Anwalt der Anlieger - angeführten Einwände. Schließlich hatte es im Vorfeld der Verlängerung umfassende Gutachten verschiedener Dienste der Generaldirektion für Natur und Umwelt der Wallonischen Region (DGRNE) und der Umweltpolizei (DPA) gegeben. Zu Rate gezogen wurde gleichfalls die „Cellule Air“, die sich der sensiblen Themen Luftverschmutzung und Geruchsbelästigung annahm. Zwar ist die Geruchsbelästigung unter freiem Himmel nur schwer messbar, chemisch erfassen lassen sich jedoch die Emissionen, die von der Trockentrommel der vormaligen Molkerei ausgehen. Überprüfungen, die seither im Halbjahresrhythmus erneuert wurden (übrigens auch jederzeit möglich auf Antrag der Umweltpolizei und stets zu finanziellen Lasten von Beldem SA). In den teuren Testverfahren kann mittels Computeranimation die Verbreitung geruchsbelästigender Stoffe respektive Gase im Umfeld der früheren Molkerei genau definiert werden.
Dessen ungeachtet bleiben die von der Entscheidung enttäuschten Anwohner kritisch-distanziert, wenngleich an einer konfliktfreien Ko-Existenz mit Beldem SA interessiert, erwarten demnach, dass die Firmenleitung in Person von Direktor Alexis Gaspar und des Umweltbeauftragten Gilles Morelle ihren gut gemeinten Worten endlich greifbar Taten folgen lassen. Denn von einer deutlichen Minderung der Geruchsbelästigung könne keine Rede sein, so ihr Statement vor Jahresfrist gegenüber der Tagespresse. Zugleich wünschen sie wieder die regelmäßige Einberufung des Begleitausschusses, der lange Zeit auf Eis gelegen habe - im Bemühen um ein gutnachbarschaftliches Nebeneinander.
Jedenfalls wissen die Anlieger um die technischen Bemühungen der Firmenleitung, die aber leider nicht ausreichend seien, um das Problem konkret in den Griff zu bekommen. Auch die Nachbarn sehen übrigens ein, dass es nicht politisch nicht einfach sei, einem Unternehmen mit rund zwanzig Arbeitsplätzen die rote Karte zu zeigen, „doch nicht gleich zu welchem Preis“.
Auf Seiten des Unternehmens herrscht in den letzten zwei Jahren der grundsätzliche Eindruck vor, dass sich die Beeinträchtigungen für das Umfeld des Unternehmens - nicht zuletzt dank der getätigten Investitionen in eine Filteranlage und in einen Waschturm - in einem erträglichen Rahmen bewegt haben. Allerdings räumt Gilles Morelle ein, dass „wir uns vielleicht den Vorwurf gefallen lassen müssen, nicht ausreichend kommuniziert zu haben“. Und er unterstreicht, dass die Qualität der Abwässer, die in den Bach abfließen, einwandfrei sei und dass auch das Geruchsproblem der Kläranlage durch ein Belüftungssystem aus der Welt geschafft werden konnte.
Der Direktor der St.Vither Niederlassung räumt jedoch ein, „dass wir dieses Problem zu Beginn vielleicht ein wenig unterschätzt oder zumindest nicht professionell genug angepackt haben“. Doch seit das Umweltberatungsbüro Trevi die Kläranlage unter die Lupe genommen habe, konnten wesentliche Verbesserungen erzielt werden. Weshalb von einer Geruchsbelästigung aus dieser Quelle nicht mehr die Rede sein könne. Grundsätzlich müsse allerdings auch der Tatsache Rechnung getragen werden, dass sich die Technologien zur Behebung von Geruchsbelästigungen, die sehr schwer zu bekämpfen seien, ständig weiterentwickeln. Und er betont nochmals, dass das Unternehmen in St.Vith „nichts zu verbergen“ habe. Beldem SA arbeite „in völliger Transparenz“.
Quelle: www.netecho.be
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Gewerbe im Umfeld von Wohngebieten hat keinen leichten Stand. Was noch vor dreißig, vierzig Jahren keinerlei Probleme heraufbeschwor, lässt in jüngerer Vergangenheit nicht unberührt. Einerseits der gestiegene Anspruch auf Lebensqualität im unmittelbaren wohnlichen Umfeld, andererseits die beständige Ausdehnung der Wohnzonen machen es gerade Betrieben, die über Generationen ihren angestammten Platz im Orts- oder Städtebild haben, heute ungleich schwerer. Und nicht selten wird der Ruf laut nach Umsiedlung in ein Gewerbegebiet.
Aktuelle Beispiele gibt es durchaus auch in St.Vith und Umgebung, so etwa das Sägewerk Pauels in Wiesenbach, der Sägereibetrieb Hoffmann in Atzerath oder auch die Betriebe Savimetall und Beldem in der unteren Prümer Straße in St.Vith. Leider lässt sich nicht allerorts eine ähnliche passende Lösung finden wie für das Unternehmen Baustoffe Maraite an der Aachener Straße in St.Vith, das zwischenzeitlich in die Gewerbezone am „Steinerberg“ in Hünningen/Rodt umgesiedelt wurde.
Den mitunter recht lauten und hartnäckigen Klagen der Nachbarn des ehemaligen Molkereikomplexes in St.Vith hat sich der heutige Betreiber Beldem SA in all den Jahren immer wieder offen und bereitwillig gestellt. Wenngleich bis dato nicht jede Kritik ausgeräumt werden konnte, so hat das Unternehmen dennoch beständig in die Verbesserung der Anlagen investiert, um den Klagen entschlossen entgegenzuwirken.
Das stark exportorientierte im Nahrungsmittelsektor tätige Unternehmen der Puratos-Gruppe ist in St.Vith auf die Herstellung von Backwarenzusätzen spezialisiert (besonders in den Bereichen Sauerteig, Mehlverbesserer und Flüssigeipuder) und beschäftigt hier rund zwanzig Personen. Beldem SA mietet seit der Umstrukturierung der Milchwirtschaft in der belgischen Eifel die frühere St.Vither Molkerei von ihrem neuen Besitzer, der Milch-Union Hocheifel (MUH)/Pronsfeld (D), an. Und nicht zu vergessen! Ein Teil des Gebäudekomplexes wird von der St.Vither MISA Fruchtkonserven AG genutzt. Weshalb denn auch nicht außer Acht gelassen werden sollte, dass nicht alle Probleme von Beldem SA herrühren. In unschöner Erinnerung ist etwa ein Zwischenfall von 1999 geblieben, als die Kläranlage der ehemaligen Molkerei durch Fruchtsaft-Rückstände der MISA AG regelrecht kippte und der Werrelsbach in Richtung Wiesenbach-Camping erheblich verschmutzt wurde. Seitdem aber die MISA-Abwässer der Biogasanlage in Recht zugeführt werden, hat es hier keinerlei Probleme mehr gegeben.
Störfälle in der Produktion von Beldem SA wurden zwischenzeitlich aber immer mal wieder registriert, so vorrangig mit der betriebseigenen Kläranlage, ferner zeitweise akute Geruchsbelästigung durch die Hefeproduktion oder auch der punktuelle Austritt von Amoniak nach einem Leck in einem Kühlraum. Bereits Ende der neunziger Jahre hatte Beldem SA bei zwei baulich-technischen Maßnahmen rund 3,5 Millionen Franken in die Verbesserung der Klärvorrichtungen investiert. Immerhin war und ist das Unternehmen angesichts der hohen Auslastung der Klärstation der AIDE in St.Vith/Wiesenbach auf die betriebseigene Anlage angewiesen, die aber durchaus geeignet scheint für die Entsorgung der anfallenden Abwässer. Und seither sind die Aufwendungen in die Verbesserung der umwelttechnische Qualitätssicherung nicht abgerissen.Auch kam das Unternehmen - auf Betreiben des damaligen Umweltschöffen Lorenz Paasch - der Auflage der Stadt nach, in einem Begleitausschuss mit Vertretern der Anliegern und des Kollegiums anfallende Probleme zu erörtern und vor allem zu beheben. Dennoch: Es war und ist kein leichtes Neben- und Miteinander, dass die Firma Beldem SA in der vormaligen Molkerei mit seiner unmittelbaren Nachbarschaft pflegt.
Eine neuerliche öffentliche Diskussion um die Tätigkeit der Firma Beldem SA und vor allem um die Belastung von Umwelt und Lebensqualität löste die Erneuerung der Betriebsgenehmigung aus. Zur Erinnerung: Die im Jahre 2006 ausgelaufene Betriebsgenehmigung des Molkereikomplexes war im Jahre 1991 der damaligen Molkereigenossenschaft Büllingen-St.Vith erteilt und im Jahre 1991 an die Frimond sprl und im Jahre 2000 an die Firma Beldem SA übertragen worden. Immerhin gingen im Vorfeld des Antrags auf Verlängerung bei der Stadt 22 schriftliche Einsprüche ein, „weshalb wir nach objektiven Kriterien keine andere Wahl hatten, als uns gegen eine Verlängerung der Betriebs- und Umweltgenehmigung auszusprechen“, so damals Lorenz Paasch zur Entscheidung des Kollegiums auf seiner Sitzung im September 2006.
Die Stadt stellte sich damals übrigens auch gegen das positive Gutachten der Umweltpolizei der Wallonischen Region, da die darin aufgelisteten Auflagen an das Unternehmen nicht zu kontrollieren seien respektive in der Realität nicht auf ihre Umsetzung überprüft würden. Allerdings wussten die politischen Verantwortungsträger im Rathaus durchaus, dass der Standort St.Vith für das Unternehmen wegen der in der Molkerei verfügbaren Trockenanlage sehr wichtig ist.
Letztlich wurde dem Unternehmen dann im Januar 2007 doch die Verlängerung der Betriebsgenehmigung zugestanden. Dass Minister Benoît Lutgen die Entscheidung des St.Vither Kollegiums kippte, kam angesichts der positiven Gutachten im Vorfeld nicht ganz unerwartet. Aktuell verfügt die Firma Beldem SA im früheren Molkereikomplex in St.Vith somit über eine gültige Betriebsgenehmigung bis zum Jahre 2021.
Dennoch negierte der wallonische Umweltminister keineswegs die von der Stadt - als Anwalt der Anlieger - angeführten Einwände. Schließlich hatte es im Vorfeld der Verlängerung umfassende Gutachten verschiedener Dienste der Generaldirektion für Natur und Umwelt der Wallonischen Region (DGRNE) und der Umweltpolizei (DPA) gegeben. Zu Rate gezogen wurde gleichfalls die „Cellule Air“, die sich der sensiblen Themen Luftverschmutzung und Geruchsbelästigung annahm. Zwar ist die Geruchsbelästigung unter freiem Himmel nur schwer messbar, chemisch erfassen lassen sich jedoch die Emissionen, die von der Trockentrommel der vormaligen Molkerei ausgehen. Überprüfungen, die seither im Halbjahresrhythmus erneuert wurden (übrigens auch jederzeit möglich auf Antrag der Umweltpolizei und stets zu finanziellen Lasten von Beldem SA). In den teuren Testverfahren kann mittels Computeranimation die Verbreitung geruchsbelästigender Stoffe respektive Gase im Umfeld der früheren Molkerei genau definiert werden.Dessen ungeachtet bleiben die von der Entscheidung enttäuschten Anwohner kritisch-distanziert, wenngleich an einer konfliktfreien Ko-Existenz mit Beldem SA interessiert, erwarten demnach, dass die Firmenleitung in Person von Direktor Alexis Gaspar und des Umweltbeauftragten Gilles Morelle ihren gut gemeinten Worten endlich greifbar Taten folgen lassen. Denn von einer deutlichen Minderung der Geruchsbelästigung könne keine Rede sein, so ihr Statement vor Jahresfrist gegenüber der Tagespresse. Zugleich wünschen sie wieder die regelmäßige Einberufung des Begleitausschusses, der lange Zeit auf Eis gelegen habe - im Bemühen um ein gutnachbarschaftliches Nebeneinander.
Jedenfalls wissen die Anlieger um die technischen Bemühungen der Firmenleitung, die aber leider nicht ausreichend seien, um das Problem konkret in den Griff zu bekommen. Auch die Nachbarn sehen übrigens ein, dass es nicht politisch nicht einfach sei, einem Unternehmen mit rund zwanzig Arbeitsplätzen die rote Karte zu zeigen, „doch nicht gleich zu welchem Preis“.
Auf Seiten des Unternehmens herrscht in den letzten zwei Jahren der grundsätzliche Eindruck vor, dass sich die Beeinträchtigungen für das Umfeld des Unternehmens - nicht zuletzt dank der getätigten Investitionen in eine Filteranlage und in einen Waschturm - in einem erträglichen Rahmen bewegt haben. Allerdings räumt Gilles Morelle ein, dass „wir uns vielleicht den Vorwurf gefallen lassen müssen, nicht ausreichend kommuniziert zu haben“. Und er unterstreicht, dass die Qualität der Abwässer, die in den Bach abfließen, einwandfrei sei und dass auch das Geruchsproblem der Kläranlage durch ein Belüftungssystem aus der Welt geschafft werden konnte.
Der Direktor der St.Vither Niederlassung räumt jedoch ein, „dass wir dieses Problem zu Beginn vielleicht ein wenig unterschätzt oder zumindest nicht professionell genug angepackt haben“. Doch seit das Umweltberatungsbüro Trevi die Kläranlage unter die Lupe genommen habe, konnten wesentliche Verbesserungen erzielt werden. Weshalb von einer Geruchsbelästigung aus dieser Quelle nicht mehr die Rede sein könne. Grundsätzlich müsse allerdings auch der Tatsache Rechnung getragen werden, dass sich die Technologien zur Behebung von Geruchsbelästigungen, die sehr schwer zu bekämpfen seien, ständig weiterentwickeln. Und er betont nochmals, dass das Unternehmen in St.Vith „nichts zu verbergen“ habe. Beldem SA arbeite „in völliger Transparenz“.
Quelle: www.netecho.be
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