Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2011-2012 der Industrie- und Handelskammer Eupen-Malmedy-St. Vith
von Roland Hagelstein und Volker Klinges (IHK-AAV)

In der ostbelgischen Wirtschaft hat sich das Stimmungsbild im Laufe des Jahres 2011 weiter aufgehellt.  Die bereits in 2010 festzustellende steigende Aufwärtstendenz in vielen Betrieben des Kammerbezirkes fand für das Jahr 2011 Bestätigung.  Diese Einschätzung kann aufgrund der Auswertung der Konjunkturumfrage für das Jahr 2011, an der sich mehr als 150 privatwirtschaftliche Unternehmen mit über 5.200 Beschäftigten beteiligten, geschlussfolgert werden.
von Roland Hagelstein und Volker Klinges

83 Prozent der Unternehmen, die sich an der Konjunkturumfrage beteiligt haben, bezeichneten den Geschäftsverlauf des gesamten Jahres 2011 als "gut“ (54 Prozent) bis „zufriedenstellend" (29 Prozent). Im Jahr 2010 lag diese Kennzahl bei 77 Prozent.  Die Bewertung der Geschäftslage 2011 lag somit deutlich über dem Wert von 63 Prozent des Jahres 2009, der aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem 2. Halbjahr 2008 den tiefsten Stand seit der Einführung der Konjunkturumfrage darstellte.



Zu einer ausreichenden bis schlechten Bewertung der Geschäftslage 2011 kommen folglich 17 Prozent der befragten Unternehmen. Unter Berücksichtigung der Firmengröße aufgrund der Personalstärke ist die Geschäftslage 2011 insgesamt als “befriedigend” zu bewerten (47 Prozent).  Die betriebliche Gewichtung aufgrund der Mitarbeiteranzahl zeigt einen weniger positiven Trend für die größeren Betrieben Ostbelgiens auf.  Der Wert der teilnehmenden Unternehmen, die den Verlauf ihrer Geschäftslage 2011 mit “gut” angeben, liegt mit 31 Prozent nur leicht über der Marke von 22 Prozent derjenigen, die das abgeschlossene Geschäftsjahr 2011 “ausreichend bis schlecht” einschätzen.

Wirtschaftlicher Aufwind gegenüber 2010 spürbar

Im Vergleich zu 2010 ist ein ansteigender Wirtschaftstrend in den ostbelgischen Betrieben festzustellen.  51 Prozent der antwortenden Firmen melden eine Verbesserung ihrer Geschäftslage gegenüber 2010.  31 Prozent der befragten Unternehmen sprachen von einer unveränderten Lage 2011 gegenüber dem Vorjahr. Nur jedes sechste Unternehmen weist auf eine negative Geschäftsentwicklung 2011 im Vergleich zu 2010 hin.  Vor allem der Handel hat nach der schwierigen Periode 2009-2010 eine überaus gute Entwicklung in 2011 gekannt.  72 Prozent der Händler berichten von einer verbesserten Lage während nur 12 Prozent einen weiteren Einbruch hinnehmen mussten.  Die Industrie und die Dienstleister dagegen bewerten die Entwicklung in 2011 im Vergleich zum Vorjahr zurückhaltender positiv.  Die Industrie weist ein Saldo aus Positiv- und Negativvoten zur Geschäftsentwicklung 2010-2011 von plus 37 aus,  die Dienstleister von plus 20.  Keinen durchgreifend positiven Aufwärtstrend gegenüber 2010 vermeldet das Baugewerbe.  Der Saldo aus positiven und negativen Entwicklungen liegt mit plus 8 nur leicht über der Null-Marke.

> Eintrübung bei den Geschäftsperspektiven 2012
> Wie bewerten die verschiedenen Branchen ihre Geschäftslage 2011 ?
> Fachkräftesicherung wird wesentliche Aufgabe der Betriebe


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