Gute Stimmung bei Industrie, Handel, Dienstleistern - Bauwirtschaft fällt etwas ab
79 Prozent der Betriebe in der Industrie und im produzierenden Gewerbe bewerten die Geschäftslage 2011 als gut bis befriedigend. Vor allem die Chemie, die Textilbranche, die Möbelhersteller und der Holzsektor berichten von einer guten Geschäftslage. Von einem befriedigenden Geschäftsverlauf sprechen die Metall- und Elektroindustrie und die Glasproduzenten. Die Nahrungsmittelbranche sowie der Druck- und Papiersektor weisen auf eine befriedigende bis ausreichende Situation hin. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch der Export wurden ihrer Funktion als Wachstumsmotor gerecht. 46 Prozent der Unternehmen informierten über steigende Auslandsaufträge gegenüber rund 16 Prozent mit fallenden Aufträgen. Im Inlandsgeschäft sprachen 52 Prozent der befragten Betriebe von steigenden Aufträgen im Vergleich zu 11 Prozent der Betriebe, deren Auftragseingänge aus dem Inland fallend waren. Somit ist ebenfalls eine gute Kapazitätsauslastung der Produktionsanlagen in den Industriebetrieben zu bemerken. 24 Prozent informierten über eine 100 Prozent-Auslastung ihrer Produktionskapazitäten im Jahr 2011, bei knapp 43 Prozent lag diese zwischen 75 und 90 Prozent. Parallel hierzu gestaltete sich die Personalsituation expansiv : per Saldo haben 27 Prozent ihren Personalbestand in 2011 erhöht. Der Saldo reduziert sich jedoch für das Jahr 2012. Nur noch 15 Prozent möchten ihren Personalbestand erweitern. 2011 war das Investitionsengagement hoch. Per Saldo haben 29 Prozent der Betriebe ihre Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in 2011 erhöht. In 2012 wird dieser Prozentsatz nur noch bei 8 Prozent liegen.
Gegenüber den Vorjahren hat sich die Geschäftslage im Handel merklich verbessert. 96 Prozent der Handelsunternehmen sprachen von einem guten bis befriedigenden Verlauf ihrer Tätigkeit im Jahr 2011. Der produktionsverbindende Großhandel (100 Prozent) als auch der konsumnahe Einzelhandel (92 Prozent) kennen dabei ähnlich gute Geschäftslagen. Trotzdem beurteilt vor allem der Einzelhandel das Kaufverhalten ihrer Kundschaft weiter als zu zurückhaltend. Die Ertragslage entwickelte sich für 56 Prozent des Handels im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 positiv. Nur 12 Prozent waren mit einer schlechteren Ertragslage im Vergleich zu 2010 konfrontiert. Eine verstärkte Investitionsbereitschaft prägte auch den Handel. 28 Prozent der Händler meldeten steigende Investitionen im Jahr 2011 gegenüber 4 Prozent mit Investitionsverringerungen oder ohne Investitionen. Das in 2011 vorherrschende Stimmungshoch wirkte sich positiv auf die Beschäftigtenzahlen aus. Bei 32 Prozent der teilnehmenden Handelsunternehmen hat sich der Mitarbeiterstab erhöht und nur 8 Prozent sprachen von einer Verringerung. Ein bremsendes Verhalten bezüglich der Investitionsbereitschaft und der Personaleinstellung ist für 2012 aufgrund der Antworten nicht zu erkennen.
Einen guten Geschäftsverlauf in 2011 bescheinigen auch die Dienstleister. 83 Prozent der Unternehmen gaben ihrer wirtschaftlichen Lage ein "gut bis befriedigend". Branchenbezogene Unterschiede bei der Bewertung sind jedoch auszumachen. Anhaltend stark präsentieren sich die Steuer- und Sozialberatungsbranche, die Medien- und auch die EDV-Branche sowie das Finanz- und Versicherungsgewerbe. Dienstleister des Umweltsektors zeigen sich ebenfalls in anhaltend guter Kondition. Dagegen haben die Verkehrsdienstleister mit dem hohen Kostendruck und verstärkter Konkurrenz zu kämpfen. Dienstleister für das industrielle Gewerbe, die z.B. Montagearbeiten für Dritte durchführen, haben unter einem erhöhten Preisdruck und steigender Konkurrenz zu leiden. Mindestens jedes zweite Unternehmen vermeldet für 2011 eine Verbesserung der Umsatz- und Ertragslage. Trotz guter Wirtschaftsdaten sind Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation nur verhalten positiv. 2011 fand bei 25 Prozent dieser Firmen eine Personalerhöhung statt, gleichzeitig verringerten aber beinahe 10 Prozent ihren Personalbestand. Gleiches gilt für die Investitionstätigkeit. 31 Prozent meldeten steigende Investitionen im Jahr 2011 gegenüber 22 Prozent mit Investitionsverringerungen oder keinen Investitionen. Im Jahr 2012 ist nicht mit einem veränderten Investitions- und Personaleinstellungsverhalten zu rechnen.
Von den Unternehmen der Bauwirtschaft kommt die schlechteste Lagebewertung unter den Branchen. 75 Prozent der im Baufach tätigen Unternehmen können auf eine gute oder befriedigende Geschäftsentwicklung zurückblicken. 17 Prozent melden eine schlechte Geschäftssituation in 2011. Die Baubetriebe verweisen darauf, dass die Aufträge aus dem betrieblichen Umfeld per Saldo leicht zugenommen haben, während die Auftragsentwicklung der öffentlichen Hand und der Privathaushalte fallend war. Jedes dritte Unternehmen der Branche verweist auf eine Auslastung ihrer Betriebskapazitäten von höchstens 75 Prozent. 25 Prozent berichteten dagegen von Vollauslastung. Entsprechend ist die Beschäftigungssituation bei den Bauunternehmen unverändert schlecht. 58 Prozent veränderten den Personalbestand nicht, 8 Prozent stellten neue Mitarbeiter ein und beinahe 34 Prozent der befragten Unternehmen reduzierten ihr Personal im abgelaufenen Jahr. Die Investitionszurückhaltung des Baugewerbes ist ebenso den Resultaten für die Jahre 2011 und 2012 zu entnehmen. Per Saldo wird weniger investiert als in den Vorjahren. Die Perspektive aufgrund der Auftragseingänge für 2012 zeigt auf, dass für 42 Prozent der derzeitige Auftragsbestand unter 3 Monate liegt und für weitere 58 Prozent zwischen 3 und 6 Monaten. Langfristige Planungssicherheit ist daher nicht möglich.
(Anmerkung der IHK : die vorhergehenden Angaben geben globale Tendenzen an. Individuelle, betriebsbezogene Geschäftsentwicklungen können daher von diesen allgemeinen Ergebnissen abweichen).
79 Prozent der Betriebe in der Industrie und im produzierenden Gewerbe bewerten die Geschäftslage 2011 als gut bis befriedigend. Vor allem die Chemie, die Textilbranche, die Möbelhersteller und der Holzsektor berichten von einer guten Geschäftslage. Von einem befriedigenden Geschäftsverlauf sprechen die Metall- und Elektroindustrie und die Glasproduzenten. Die Nahrungsmittelbranche sowie der Druck- und Papiersektor weisen auf eine befriedigende bis ausreichende Situation hin. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch der Export wurden ihrer Funktion als Wachstumsmotor gerecht. 46 Prozent der Unternehmen informierten über steigende Auslandsaufträge gegenüber rund 16 Prozent mit fallenden Aufträgen. Im Inlandsgeschäft sprachen 52 Prozent der befragten Betriebe von steigenden Aufträgen im Vergleich zu 11 Prozent der Betriebe, deren Auftragseingänge aus dem Inland fallend waren. Somit ist ebenfalls eine gute Kapazitätsauslastung der Produktionsanlagen in den Industriebetrieben zu bemerken. 24 Prozent informierten über eine 100 Prozent-Auslastung ihrer Produktionskapazitäten im Jahr 2011, bei knapp 43 Prozent lag diese zwischen 75 und 90 Prozent. Parallel hierzu gestaltete sich die Personalsituation expansiv : per Saldo haben 27 Prozent ihren Personalbestand in 2011 erhöht. Der Saldo reduziert sich jedoch für das Jahr 2012. Nur noch 15 Prozent möchten ihren Personalbestand erweitern. 2011 war das Investitionsengagement hoch. Per Saldo haben 29 Prozent der Betriebe ihre Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in 2011 erhöht. In 2012 wird dieser Prozentsatz nur noch bei 8 Prozent liegen.
Gegenüber den Vorjahren hat sich die Geschäftslage im Handel merklich verbessert. 96 Prozent der Handelsunternehmen sprachen von einem guten bis befriedigenden Verlauf ihrer Tätigkeit im Jahr 2011. Der produktionsverbindende Großhandel (100 Prozent) als auch der konsumnahe Einzelhandel (92 Prozent) kennen dabei ähnlich gute Geschäftslagen. Trotzdem beurteilt vor allem der Einzelhandel das Kaufverhalten ihrer Kundschaft weiter als zu zurückhaltend. Die Ertragslage entwickelte sich für 56 Prozent des Handels im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 positiv. Nur 12 Prozent waren mit einer schlechteren Ertragslage im Vergleich zu 2010 konfrontiert. Eine verstärkte Investitionsbereitschaft prägte auch den Handel. 28 Prozent der Händler meldeten steigende Investitionen im Jahr 2011 gegenüber 4 Prozent mit Investitionsverringerungen oder ohne Investitionen. Das in 2011 vorherrschende Stimmungshoch wirkte sich positiv auf die Beschäftigtenzahlen aus. Bei 32 Prozent der teilnehmenden Handelsunternehmen hat sich der Mitarbeiterstab erhöht und nur 8 Prozent sprachen von einer Verringerung. Ein bremsendes Verhalten bezüglich der Investitionsbereitschaft und der Personaleinstellung ist für 2012 aufgrund der Antworten nicht zu erkennen.
Einen guten Geschäftsverlauf in 2011 bescheinigen auch die Dienstleister. 83 Prozent der Unternehmen gaben ihrer wirtschaftlichen Lage ein "gut bis befriedigend". Branchenbezogene Unterschiede bei der Bewertung sind jedoch auszumachen. Anhaltend stark präsentieren sich die Steuer- und Sozialberatungsbranche, die Medien- und auch die EDV-Branche sowie das Finanz- und Versicherungsgewerbe. Dienstleister des Umweltsektors zeigen sich ebenfalls in anhaltend guter Kondition. Dagegen haben die Verkehrsdienstleister mit dem hohen Kostendruck und verstärkter Konkurrenz zu kämpfen. Dienstleister für das industrielle Gewerbe, die z.B. Montagearbeiten für Dritte durchführen, haben unter einem erhöhten Preisdruck und steigender Konkurrenz zu leiden. Mindestens jedes zweite Unternehmen vermeldet für 2011 eine Verbesserung der Umsatz- und Ertragslage. Trotz guter Wirtschaftsdaten sind Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation nur verhalten positiv. 2011 fand bei 25 Prozent dieser Firmen eine Personalerhöhung statt, gleichzeitig verringerten aber beinahe 10 Prozent ihren Personalbestand. Gleiches gilt für die Investitionstätigkeit. 31 Prozent meldeten steigende Investitionen im Jahr 2011 gegenüber 22 Prozent mit Investitionsverringerungen oder keinen Investitionen. Im Jahr 2012 ist nicht mit einem veränderten Investitions- und Personaleinstellungsverhalten zu rechnen.
Von den Unternehmen der Bauwirtschaft kommt die schlechteste Lagebewertung unter den Branchen. 75 Prozent der im Baufach tätigen Unternehmen können auf eine gute oder befriedigende Geschäftsentwicklung zurückblicken. 17 Prozent melden eine schlechte Geschäftssituation in 2011. Die Baubetriebe verweisen darauf, dass die Aufträge aus dem betrieblichen Umfeld per Saldo leicht zugenommen haben, während die Auftragsentwicklung der öffentlichen Hand und der Privathaushalte fallend war. Jedes dritte Unternehmen der Branche verweist auf eine Auslastung ihrer Betriebskapazitäten von höchstens 75 Prozent. 25 Prozent berichteten dagegen von Vollauslastung. Entsprechend ist die Beschäftigungssituation bei den Bauunternehmen unverändert schlecht. 58 Prozent veränderten den Personalbestand nicht, 8 Prozent stellten neue Mitarbeiter ein und beinahe 34 Prozent der befragten Unternehmen reduzierten ihr Personal im abgelaufenen Jahr. Die Investitionszurückhaltung des Baugewerbes ist ebenso den Resultaten für die Jahre 2011 und 2012 zu entnehmen. Per Saldo wird weniger investiert als in den Vorjahren. Die Perspektive aufgrund der Auftragseingänge für 2012 zeigt auf, dass für 42 Prozent der derzeitige Auftragsbestand unter 3 Monate liegt und für weitere 58 Prozent zwischen 3 und 6 Monaten. Langfristige Planungssicherheit ist daher nicht möglich.
(Anmerkung der IHK : die vorhergehenden Angaben geben globale Tendenzen an. Individuelle, betriebsbezogene Geschäftsentwicklungen können daher von diesen allgemeinen Ergebnissen abweichen).

